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OKSEØ Fähre, P 824

Mitten in der Flensburger Förde liegen auf dänischer Seite 2 kleine Inseln, die Ochseninseln (dänisch Okseø). Es gibt die kleine Ochseninsel (Lille Okseø) und die große Ochseninsel (Storre Okseø). Während sich auf der kleinen Ochseninsel mittlerweile ein Landschulheim eines Kopenhagener Schulvereins befindet, ist die große Ochseninsel schon immer für Besucher erreichbar gewesen. Es gibt auf der Insel eine alte Bootswerft, Steganlagen für Schiffe und eine Kneipe/Restaurant (Kro). Damit nicht nur Schiffe auf die Insel kommen, fährt eine kleine Fähre zwischen dem Festland und der Insel. Was heute von einem modernen Boot gemacht wird, erledigte bis 1992 die kleine Fähre OKSEØ. Sie wurde 1928 von dem damals jungen Bootsbauer-Gesellen Christian Isaack zusammen mit seinem Vater aus Lerchenplanken auf Eichenspanten gebaut. Sie erhielt im Jahr 1928 ihre Zulassung für den Passagiertransport von Sønderhav zur Store Okseø. Bis 1992 fuhr sie regelmässig über den kleinen Sund, transportierte Touristen, Schafe und Kleinvieh, war Transortmittel für alles, was auf die Insel geschafft werden musste, vom Werkzeug und Holz für die Bootsbauerei bis zum Kartoffelsack. Der Schultag der Kinder der Bootsbauer-Familie Isaack begann und endete mit einer Überfahrt auf der OKSEØ. Sogar der dänische König Christian der X. fuhr schon mit ihr, als er der Nordküste der Flensburger Innenförde einen Besuch abstattete.
Die OKSEØ wurde 2003 von der Familie Isaack an Hans Köster übergeben, der das Boot zusammen mit weiteren „Fährleuten“ aufwändig restaurieren ließ und bis heute in Fahrt hält.
Heute ist die OKSEØ ein Zeugnis der maritimen Geschichte um die Flensburger Förde, ein Stück Erinnerung an die Bootsbau-Familie Isaack und ein kleines Schmuckstück im Historischen Hafen.

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