VADDER GERRIT II



Schiffsname VADDER GERRIT II
Ex-Namen ex Vrouwe Anna ex George; Yvone ex Breydel ex Josephine ex Albert ex Vrouwe Teuntje.
Nationalität D
Heimathafen Weener Ems
Typ Plattboden Klipper - Rivierklipper
Rigg
Baujahr 1897
Bauwerft Ruitenberg
Bauort Waspik
Länge (London) m
Länge (Meßbrief) 15,00 m
Länge über alles 18,35 m
Breite 3,88 m
Tiefgang 0,85 m
Segelfläche 100 m²
Motor Segel
Leistung 100 PS
Museumshafen

Über das Schiff

Antrag GSHW 29.03.2006

Die Historie

Vadder Gerrit wurde 1897 aus Eisen in Waspik (NL) als reiner Frachtensegler ohne Motor mit einer Tragkraft von 42 Tonnen gebaut. Als Bauwerft gilt die Werft Ruitenberg. Das Schiff ist amtlich vermessen mit einer Länge von 15,00 m, einer Breite von 3,88 m. Sein Tiefgang beträgt 0,85 m. Die BRZ beträgt 15, die NRZ 4. Es trägt ca. 100 qm am Wind, ist kuttergetakelt und verfügt über einen 90 PS Ford-Diesel mit 6 Zylindern in Reihe.Bei dem Schiff handelt es sich um einen sog. „Rivierklipper“. Dies ist die niederländische Beschreibung für Plattbodenschiffe mit Klipper-Steven und Seglerheck mit ausgeprägtem Sprung, die für die Küstenfahrt gebaut wurden. Dieses Schiff ist eins der kleinsten dieser Art. Mir ist kein weiterer Rivierklipper mit diesen Abmessungen bekannt, so dass dieses Schiff ein Unikat sein dürfte.

Das Schiff ist vergleichbar den deutschen „Heckschiffen“, die Joachim Kaiser in seinem Buch „Segler in der Zeitenwende“ Seite 23 ff. beschreibt. Im Gegensatz zu den deutschen Heckschiffen, die zunächst in Composit-Bauweise (den Rumpf aus Eisen mit hölzernem Boden) gebaut wurden, wurde dieses Schiff vollständig aus Eisen gebaut.
Das Schiff befindet sich im Originalzustand von 1897. Veränderungen am Rumpf wurden lediglich durch Einbau eines Wellen- und Schraubentunnels anläßlich der Motorisierung vorgenommen. Durch Vorbau einer Hacke, wie sie bei Tjalken üblich ist, konnte das Schiff mit einem Bugstrahlruder versehen werden. Diese Veränderungen am Schiff liegen unter Wasser und sind nur bei der Trockensetzung sichtbar.

Das Schiff heute:
Beim Ausbau des Schiffes in den Jahren 1990 bis 1993 war neben Schiffsssicherheitsgesichtspunkten die absolute Vorgabe, den ursprünglichen Charakter zu bewahren. So ist auch nach erfolgtem Ausbau das äußere Erscheinungsbild des Schiffes das eines Frachtenseglers aus der Jahrhundertwende geblieben. Lediglich die an Deck gelagerten Rettungsflöße und zwei kleine Lüftungshutzen aus Bronze deuten auf eine andersgeartete Nutzung hin.
An Deck ist alles unverändert geblieben. Bis auf den Bereich hinter dem Roef ist das Deck noch original Rautenblech. Der Lukenaufbau befindet sich in originaler Höhe. Die Luken bestehen aus Holz mit verschalkter Persenning. Die Takelage ist vollständig erhalten geblieben. Im Hinblick auf seinen gezielten Einsatz als Jugendschiff wurde die Fallwinsch demontiert, d.h. die Bedienung der Segel ist vollständig auf Handbetrieb umgestellt worden. Hierdurch können im Segelbetrieb bei Manövern 10 Personen beschäftigt werden.
Bei Übernahme des Schiffes war die originale Innenbezimmerung nicht mehr vorhanden. Der Ausbau des Roefs wurde aus Brandschutzgründen mit schwer entflammbaren Materialien (mit SeeBG-Zulassung) ausgeführt.
Im Laderaum wurde der Frachtschiff-Charakter erhalten. Da das Schiff in den Wintermonaten aufliegt, wurde bewußt auf eine Isolierung und Verkleidung der Schiffsinnenhaut verzichtet. Hierdurch bleiben sämtliche Schiffsverbände und die Vernietung aller Schiffsteile sichtbar.
Quelle: Peter Koch, Weener

Literatur: „Segler in der Zeitenwende“ (1977, Heinemann Verlag, Norderstedt, ISBN 3-87321-946-8)
mehr unter:

<style><!-- [et_pb_line_break_holder] -->.et_post_meta_wrapper { display: none; }<!-- [et_pb_line_break_holder] --><!-- [et_pb_line_break_holder] -->/*** Take out the divider line between content and sidebar ***/<!-- [et_pb_line_break_holder] -->#main-content .container:before {background: none;}<!-- [et_pb_line_break_holder] --><!-- [et_pb_line_break_holder] -->/*** Expand the content area to fullwidth ***/<!-- [et_pb_line_break_holder] -->@media (min-width: 981px){<!-- [et_pb_line_break_holder] -->#left-area {<!-- [et_pb_line_break_holder] --> width: 100% !important;<!-- [et_pb_line_break_holder] --> padding: 23px 0px 0px !important;<!-- [et_pb_line_break_holder] --> float: none !important;<!-- [et_pb_line_break_holder] -->}<!-- [et_pb_line_break_holder] -->}<!-- [et_pb_line_break_holder] --><!-- [et_pb_line_break_holder] -->/*** Hide Sidebar ***/<!-- [et_pb_line_break_holder] -->#sidebar {display:none;}<!-- [et_pb_line_break_holder] --><!-- [et_pb_line_break_holder] --><!-- [et_pb_line_break_holder] --></style><!-- [et_pb_line_break_holder] --><!-- [et_pb_line_break_holder] --><script><!-- [et_pb_line_break_holder] --><!-- [et_pb_line_break_holder] -->if (document.referrer.split('/')[2] === window.location.host) {<!-- [et_pb_line_break_holder] --> jQuery('#backtosearch').attr('href', document.referrer );<!-- [et_pb_line_break_holder] -->}<!-- [et_pb_line_break_holder] --></script>