KLASSISCHE YACHTEN

In der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde noch nicht zwischen Freizeitboot und Arbeitsboot unterschieden. Das Fischerboot wurde für die Arbeit wie auch für den Sonntagsausflug genutzt. Erst als die Freizeitsegelei begann populär zu werden, wurden die traditionellen Gebrauchsboote für den Freizeit- und Regattasport weiterentwickelt. So haben die meisten Freizeitboote ihren Ursprung in Arbeitsbooten.

Die Yachten dieser Sammlung des Vereins Klassische Yachten Flensburg e.V. sind wie alle Schiffe des Historischen Hafens im Privatbesitz und wurden von ihren Eignern vor dem Verfall bewahrt und liebevoll restauriert.

Weitere Informationen auf der Seite www.k-y-flensburg.de

ANACOANA

Typ: Nationale Einheitsklasse Pirat
gebaut: 1959
Konstrukteur: Carl Martens
Werft: VEB Yachtwerft Berlin

Technische Daten:
Länge 5 m
Breite 1,61 m
Tiefgang 0,2 m / 1,05 m
Segelfläche 10 qm
Baumaterial Mahagoni

Im Jahre 1938 siegte der Entwurf des Pirat bei einem Wettbewerb der Zeitschrift „Die Yacht“. Danach wurde er zum meistgebauten Vollholzboot Deutschlands.

Die Piraten wurden nach dem Krieg in der DDR vorwiegend beim VEB Yachtwerft Berlin und in der BRD u. a. bei A&R in Lemwerder gebaut.

Der Pirat ist bis in die heutige Zeit eine populäre Regatta- und Fahrtenjolle für die Jugend, allerdings (nach Sperrholzmodellen) in Kunststoff mit modernisiertem Rigg.

AR

Baujahr: 1949
Konstrukteur: Ernst Krasmann
Werft: Abeking & Rasmussen, Lemwerder
Baunummer: 3921

Technische Daten:
Länge: 10,56 m
Länge: Wasserlinie 8,65 m
Breite: 2,70 m
Tiefgang: 1,68 m
Gewicht: 7,47 t
Ballast: 3 t
Großsegel: 31,40 qm
Fock: 16,20 qm
Genua: 26,70 qm
Spi: 35 qm
Motor: Bukh DV 24 ME

Dieses Schiff ist unter der Baunummer 3921 mit dem Namen Trotzkopf für einen amerikanischen Auftraggeber bei der Werft Abeking & Rasmussen 1947 auf Kiel gelegt und 1949 fertig gestellt worden. Entworfen hat es der bekannte Konstrukteur Ernst Krasmann, der für die Werft A & R bereits mehrere Yachten konstruiert hatte.

Zu einer Auslieferung nach Amerika kam es allerdings nicht. Stattdessen hat (nach mündlichen Überlieferungen) Ernst Krasmann das Schiff selbst übernommen. Danach lief es unter verschiedenen Namen und Eignern in norddeutschen Gewässern, zuletzt unter dem Namen Rex.

1987 erwarb ein Bremer Segler die Yacht, die sich seinerzeit in einem schlechten Zustand befand. Er begann mit der umfangreichen Restaurierung des Schiffes und taufte es auf den Namen Ar.

1995 erwarb der heutige Eigner den Tourenkreuzer und setzte die Restaurierung in den Niederlanden fort. Vor ein paar Jahren haben Eigner und Boot sich nun in Flensburg niedergelassen.

www.yacht-restauration.de

BIMBAM

Typ: Einzelbau
Baujahr: 1961
Konstrukteur: Francois Sergent
Werft: Collonges in Vayres, Frankreich

Technische Daten:
Länge 11,96 m
Breite 2,98 m
Tiefgang 1,95 m
Segelfläche 68,65 qm
Baumaterial Iroko/Mahagoni

Die „BimBam“, wurde 1961 als „Racing Cruiser“ (Regattataugliche Fahrtenyacht) nach den Plänen von François Sergent gebaut und nahm in ihren ersten Jahren an den Regatten des RORC (Royal Ocean Racing Club) teil. Später diente sie als Familienboot im Mittelmeer und vor der Bretagne; ein schnelles, sicheres und geräumiges Boot für längere Fahrten.

BRITTA

Typ: Einheitsklasse Viking

Konstrukteur: Bjarne Aas, Norwegen
Werft: Svendborgsund Yacht- og Bådeværft

Baujahr: 1948

Technische Daten:
Länge: 9,50 m
Breite: 2,01 m
Tiefgang: 1,50 m
Segelfläche: 28 m²
Baumaterial: Mahagoni, Lärche auf Eiche
Motor: Innenbordmaschine, Diesel
Verdrängung: 2,9 t
Ballastanteil: 1,7 t

Bjarne Aas, ein erfolgreicher norwegischer Segler, Yachtkonstrukteur und Werftbesitzer, zählte zu den bedeutendsten Boots- und Yachtkonstrukteuren weltweit. Nach seinem Schiffbaustudium arbeitete er als Schiffbauingenieur in Norwegen und beschäftigte sich nebenbei mit der Konstruktion von Booten. 1916 gründete er die Norwegische Getriebefabrik AG, wo bereits nach einigen Jahren anstelle von Getrieben Boote gebaut wurden. Die Einheitsklasse Viking wurde 1947 ins Leben gerufen und hat in den skandinavischen Ländern großes Interesse geweckt.

Bereits 1948 wurden in Norwegen mehrere Boote gebaut. Auch Werften in Dänemark, Schweden und Finnland planten, mit dem Bau zu beginnen. In Finnland sollten einige Vikings noch vor Saisonende fertig gestellt werden und Dänemark beschäftigte sich bereits mit dem Serienbau dieser Einheitsklasse.

CAPELLA

vormals Nils Holgersson

Foto @sailingpix.de

Fahrzeugtyp: Seekreuzer
Konstrukteur:
Anton Miglitsch
Werft: Henningsen und Steckmest, Schlei

Baujahr: 1969
Baunummer: 33

Technische Daten:
KR 6,3528 (mit ZBF : 0,7549) Unterscheidungsnummer G 6/550
Baumaterial: Holz (Rumpf: Mahagoni, Aufbau: Teak)
Länge über Alles: 10,77 m
Länge Wasserlinie: 7,95 m
Breite: 3,03 m
Tiefgang: 1,52 m
Segelfläche: 45 qm
Takelung Sloop -hoch
Höhe ü. Wasserlinie Mast: 14,05 m / Aufbauten: 1,45 m
Motor: Nanni Diesel, Typ 4110 HE 4 Zyl. i. R., 3600 1/min
Motorleistung: 22 KW (30 PS)
Baujahr des Motors: 1994

Die CAPELLA wurde 1969 unter dem Namen Nils Holgersson bei der Kappelner Werft Henningsen und Steckmest gebaut und schon nach einem Jahr auf den Namen CAPELLA (lateinisch: Kleine Ziege) getauft. Der Mahagoni-Rumpf war von Anfang an weiß lackiert.

Von 1970 bis 2008 war sie an der Schlei beheimatet und als „gefürchteter“ Regattasegler bekannt.

Von diesem 6 KR Seekreuzer wurden von der Werft acht weitere Exemplare gebaut, von denen heute noch vier an der Schlei beheimatet sind. Die Capella ist als Langkieler ein sehr seetüchtiges, auch einhand zu segelndes Boot.

COELNAMARA

Baujahr: 1959
Konzept: von Hans Domizlaff
Riss: von Marine Baurat Adolf Heldt

Technische Daten:
Länge 8,50 Meter
Länge Wasserlinie 7,20 Meter
Breite 2,20 Meter
Tiefgang 1,30 Meter
niedrigstes Freibord 0,54 Meter
Verdrängung 1300 Kilogramm
Kielgewicht 650 Kilogramm
Großsegel 21,40 Quadratmeter
Fock 8,00 Quadratmeter
Genua 23,00 Quadratmeter
Vermessene Segelfläche 27,00 Quadratmeter

Die Taufe des ersten Walbootes fand am 3. April 1932 auf der Werft Matthiesen & Paulsen in Arnis auf den Namen Wal statt. Zurück geht die Idee des Walbootes auf den, seinerzeit bekannten Markendesigner und Segler (Dirk III) Hans Domizlaff, der, unter Einfluss von Henry Rasmussen, 1932 ein Konzept vorlegte, das die Schaffung einer günstigen Kielklasse für Küstengebiete zum Ziel hatte, um so den Segelsport einer breiteren Bevölkerungsschicht zugänglich zu machen.

Das Walboot sollte in erster Linie ein Fahrtenboot sein, das: „nicht für die 90% aller schwachwindigen Sommertage erdacht, sondern für die 10% der ungemütlichen Stunden“ ist, „wo es darauf ankommt, dass der Segler eine Yacht unter den Füßen fühlt, auf die er sich trotz der Kleinheit unbedingt verlassen kann.“ (Domizlaff, Yacht Nr.21 1933).

Auf Grund dieser Zielsetzung wurde klar, dass der günstige Baupreis nicht durch billige Bauweise oder Verwendung billigen Materials zu realisieren sein würde, sondern sich durch die Konstruktion ergeben müsse. Bauweise und Material sollten höchsten Ansprüchen genügen. 1931 wurde im Auftrag von Hans Domizlaff durch den Marinebaurat Adolf Heldt der Riss des Walbootes vorgestellt, der sich im wesentlichen durch die Konstruktionsmerkmale Knickspantbauweise und starke Decksbucht vom Vorstellungsbild damaliger Yachten unterschied. Als Baumaterial war Mahagoni für Planken, Eiche für Spanten, Lärche für das Deck und Fichte für die Rundhölzer vorgesehen. Der Baupreis für einen Einzelbau wurde seinerzeit mit 2790,- Reichsmark veranschlagt.

Die Anerkennung als Einheitsklasse erfolgte 1932 durch den Deutschen Seglertag. Bis zum Ausbruch des zweiten Weltkriegs wurden nach Wal noch neun Einheiten gebaut und abgeliefert. Weitere Boote entstanden in den 50er und 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts meistens im Eigenbau.

Das zum Verein „Klassische Yachten Flensburg“ gehörende Walboot wurde 1959 durch den Uhrmacher Eckstein aus Eckernförde auf Kiel gelegt und mit der Segelnummer 13 registriert. Herr Eckstein baute im Folgejahr ein weiteres Walboot, registriert mit der Segelnummer 14. Wal Nummer 13 ist seit 1992 im Besitz des heutigen Eigners.

Restaurierungsarbeiten, die durch den heutigen Eigner durchgeführt worden sind, umfassen, neben der Erneuerung der üblichen Verschleißteile wie z.B. Scheuerleisten und Setzborde, die Erneuerung des Decks, der Austausch die Kielplanken und des Totholzes im Kiel nebst dem Austausch der Kielbolzen, sowie der Austausch von Teilen des Baukiels und des Vorstevens.

DIVA

Typ: BB 11
gebaut: 1961
Konstrukteur: Borge Bringsvræd
Werft: Borge Bringsvræd/Drobak NO

Technische Daten:
Länge 6,18 m
Breite 1,78 m
Tiefgang 0,98 m
Segelfläche 11 qm
Baumaterial Mahagoni auf Eiche

Die BB 11 wurde von 1956 bis 1963 als One Design Klasse ausschliesslich von der Borge Bringsvaerd-Werft in Drobak/Norwegen gebaut. Sie ist als nationale Klasse vom Royal Norwegian Yacht Club anerkannt.

Eine seetüchtige Regattakieljolle, von der ungefähr 1200 Stück gebaut wurden und auch heute noch in aller Welt begeistert gesegelt werden. Die Bringsvaerdwerft kombinierte schon früh traditionelle Bootsbaukunst mit moderner Fertigungstechnik, um ein erschwingliches, aber hochwertiges Boot anbieten zu können.

ELOUAN

Typ: 12″ Dinghy
gebaut: 2016
Design: George Cockshott GB, 1914
Bootsbauer: Stéphane Lainez, Flensburg

Technische Daten:
Länge 3,66 m (12 ft)
Breite 1,46 m
Tiefgang 0,92 incl. Schwert
Segelfläche 9,3 qm (100 sqft)
Baumaterial Mahagoni auf Eiche geklinkert

Als Beiboot konzipiert, erwies sich die Zwölf-Fuß Jolle mit ihrem steilen Luggersegel als hervorragende 1 Mann Segeljolle und wurde 1919 als internationale Bootsklasse anerkannt. 1924 und 1928 war sie sogar olympische Klasse.

GIGA

Typ: Schwertzugvogel
gebaut: 1971
Konstrukteur: Ernst Lehfeld
Werft: Zebbitis / Köln

Technische Daten:
Länge 5,80 m
Breite 1,88 m
Tiefgang 0,25 m / 1,10 m
Segelfläche 15 qm
Baumaterial Sperrholz

Der Schwertzugvogel wurde 1960 auf Initiative der Zeitschrift „Die Yacht“ konstruiert. Die Knickspantkonstruktion in Sperrholz sollte eine kostengünstige Wanderjolle auch für den kleinen Geldbeutel ermöglichen. Mittlerweile ist der Schwertzugvogel eine beliebte Regattajolle, für die als Nationale Einheitsklasse des DSV deutsche Meisterschaften ausgerichtet werden. Heute werden die Boote vorwiegend in GFK gebaut.

LILI

Typ: 9 m Kystkryssare
Baujahr: 1960 er Jahre
Konstrukteur: Oluf B. Petterson
Werft: Valdemarsviks Slip & Batwarf

Technische Daten:
Länge 9 m
Breite 2,35 m
Tiefgang 1,35 m
Segelfläche 32 qm
Baumaterial Sipo auf Stahlspanten
„LiLi“ ist ein stabiles Fahrtenschiff, das auch eine steife Brise gut vertragen kann. Eine Besonderheit ist das Kanuheck. Der Rumpf ist mit Sipo Mahagoni auf Stahlspanten geplankt, oberhalb der Wasserlinie verleimt. Der Mast wurde aus Spruce (Alaskatanne), einem sehr feinjährigem Holz gebaut. Mit 4 Kojen ist es ein schönes Reiseschiff für längere Törns.

LUNA

10mR-Yacht
Gebaut: 1934/35 in Svendborg, Dänemark
Werft: Bootswerft von Sophus Weber

Technische Daten:
Länge 18,30 m
Breite 3,60 m
Tiefgang 2,50 m
Max. Geschwindigkeit ca. 9,5 kn
Maschine 6-Zylinder Perkins mit 115 PS
Steuerung Pinne

LUNA VIII wurde 1934/35 auf der Bootswerft von Sophus Weber in Gl. Hestehauge, Svendborg, Dänemark gebaut. Die Werft zählte zu den herausragenden ihrer Art am Beginn des 20. Jahrhunderts in Dänemark und brachte einige namhafte Internationale Meteryachten hervor. Deshalb erscheint es auch wenig verwunderlich, dass der segelbegeisterte dänische König Christian X. für ein „KDY Øresund Race“ zwei konkurrierende Werften und Konstrukteure mit dem Bau jeweils einer 10 mR-Yacht beauftragt haben soll. Das Boot, das das Rennen gewinnen würde, wollte Christian kaufen.

Warum LUNA von Sophus Weber nicht gewann und daher nicht in den Besitz des Königs überging, ist nicht überliefert. Klar ist aber, dass das Boot im Besitz der Weber-Familie blieb, wieder nach Svendborg zurückgesegelt und leicht modifiziert wurde. In der Folge soll LUNA jahrzehntelang das klassenbeste Boot gewesen sein, also auch schneller als die königliche Yacht, die das Øresund-Rennen gewonnen hatte.

Die 10mR-Yacht LUNA VIII trägt nach wie vor ihre ursprüngliche Segelnummer „DEN 11“ und ist noch weitgehend original erhalten. Eindrucksvoll ist dies etwa im gesamten Deckenbereich, der aus nicht verkleideten durchgehenden Teakplanken besteht, die auch nicht – wie heute meist vorzufinden – durch eine Sperrholzschicht verstärkt wurden. Die Rumpfform (18,30 m Länge, Wasserlinie ca. 11,60 m, Breite ca. 3,60 m und Tiefgang ca. 2,50 m) bildet in der internationalen 10er-Klasse eine absolute Seltenheit, der Rumpf ist ausladend und hat seine breiteste Stelle am Schandeck. Spanten, Kiel und Wegerungen bestehen aus Eiche, die Planken im Unterwasserschiff sind aus skandinavischer Lärche, im Überwasserbereich aus Mahagoni.

Die 10er-Yachten repräsentieren einen Yachttyp vom Beginn des 20. Jahrhunderts, der besonders im skandinavischen Raum lange Zeit sehr populär war. Der dänische „Seglerkönig“ Christian X. war überzeugter 10mR-Segler.

MAGNOLIA

Typ: 15er Jollenkreuzer, P-Boot
Baujahr: unbekannt, Berlin
Baumaterial: Eiche auf Eiche

Technische Daten:
Länge über Alles 6,5 m
Breite 2,05 m
Tiefgang 0,3-1,3 m
Segelfläche 15 m2
Takelungsart Steilgaffel

Die 15er Jollenkreuzer sind populäre Boote der Binnengewässer und der Ostseeküstengewässer seit Mitte des 20. Jahrhunderts mit einer aktiven Regattaszene.

Die Jollenkreuzer sind, da ohne Kiel, formstabil, also nicht kentersicher, aber mit Kajüte für das Fahrtensegeln ausgestattet. Es gibt mehrere Konstruktionsklassen, die lediglich bestimmte Eckwerte vorgeben (15er = 15 m2 Segelfläche).

 

MAIA

Typ: Spitzgatter
Konstrukteur: Tom Petersen
gebaut: 1913 in Faaborg DK
Werft: Carl „Jolle“ Andersen
Baumaterial: Lärche/Eiche, Teakdeck

Technische Daten:
Länge ü. Deck 29‘
Breite 9‘
Tiefgang 5‘
Takelung Gaffelkutter
Segelareal 45 qm
Motor Penta 2Zyl
Leistung 11 PS

MAIA ist ein klassischer dänischer Spitzgatter aus dem Jahr 1913 und war als Fahrtensegler von 1937 bis 2008 während zwei Generationen in Familienbesitz mit Heimathafen in Hellerup und Kerteminde DK. Dieser Typ entstand aus der Anpassung und Verfeinerung von Fischerbooten für den Freizeitbedarf. Vorbild dafür waren Boote wie die VAAR in dieser Sammlung. Die Fischereiluken entfielen, die Kajüte wurde vergrößert, die Linien wurden eleganter und bei den Aufbauten und Scheuerleisten fand edles Mahagoni Verwendung. Von diesem Bootstyp gab es tausende. Er wurde ständig weiterentwickelt.

NICOLINE

Foto ©sailingpix.de

Baujahr: 1962
Werft: Böhling/Hamburg,

Technische Daten:
Länge 11,20 Meter
Länge Wasserlinie 8,41 Meter
Breite 3,20 Meter
Tiefgang 1,35 Meter / 2 Meter
niedrigstes Freibord 0,80 Meter
Verdrängung 8,56 t, Innenballast Bleistücke vergossen
Großsegel 30,00 Quadratmeter
Vorsegeldreieck 28,00 Quadratmeter
Maschine Volvo Penta 2003 28 PS, Festpropeller 3 flg.
Das Schiff wurde 1962 als 7KR Kreuzeryacht bei Böhling/Hamburg in Stahl und Teak nach den Richtlinien 100 A 4 (Hochsee) des Germanischen Lloyd gebaut.

Als Stahlrundspanter mit Kielschwert, das ihr auch flachere Ankergründe erschließt und mit viel Platz und Licht unter Deck und gutmütigen Segeleigenschaften sowie den schönen klassischen Linien von Sparkman & Stephens „Finisterre“ ist sie das ideale Fahrtenschiff für die kleine Crew.

‚Finisterre‘, eine hölzerne Yawl, wurde nach spektakulären Transatlantik-Regattaerfolgen zum Vorbild für etliche Nachbauten in den fünfziger und sechzigerer Jahren.

www.nicoline.de

PEQUOD

Typ: 6,5 KR Seekreuzer
Baujahr: 1967
Konstrukteur: Anton Miglitsch
Werft: Henningsen & Steckmest, Kappeln
Baunummer: 27

Technische Daten:
Länge 10,70 m
Breite 3,06 m
Tiefgang 1,40 m
Segelfläche 62 m≤
Baumaterial Rumpf + Aufbauten Mahagoni, Deck Teak
Motor Bukh, 3 Zyl. 36 PS
Verdrängung 7,5 to
Ballastanteil 3,5 t

Die 6,5 KR Yacht Pequod wurde 1967 bei Henningsen & Steckmest in Kappeln gebaut. Der Rumpf besteht aus 20 mm Mahagoni Planken auf Eichenspanten. In den 1960er Jahren begann Henningsen & Steckmest mit dem KR Serienbau. In kleiner Serie wurden u. a. KR-Yachten des Bremer Konstrukteurs Anton Miglitsch gefertigt.

Die Kunden kamen aus der Umgebung, aus Schleswig-Holstein und Hamburg. Viele von ihnen blieben der Werft treu und wechselten von den kleineren Slåby Larsen- zu den etwas komfortableren Miglitsch-Schiffen. Diese Yachten sind bis heute bei Wettfahrten sehr oft vorn dabei.

REILA

Foto ©sailingpix.de

Typ: Seekreuzer, Langkieler
Konstrukteur: Knud Reimers
gebaut: 1942 in Horsens DK
Werft: Georg Andersen,
Baumaterial: Oregon Pine/Eiche, Teakdeck

Technische Daten:
Länge ü. Deck 13,40 m
Länge Wasserlinie 10 m
Breite 2,60 m
Tiefgang 2 m
Takelung Slup 3/4
Großsegel 35 qm
Fock 18 qm
Genua 34 qm
Spi 100 qm
Motor Yanmar 3GM30F
Leistung PS/UPM, 28/3200

fand sich mit dem Segelzeichen 500 D2 mehrfach auf der Titelseite des dänischen »Sejlerbladet« wieder. Eisenhändler Børge P. Lauritzen aus Horsens suchte um 1940 ein seegängiges, schnelles Schiff, um die Regatten im Horsens Fjord und im Kleinen Belt zu gewinnen. Bootsbauer Georg Andersen setzte die Pläne von Knud Reimers um, einer der einflussreichsten Konstrukteure des Segelsports in der Ostsee. Etwa 1500 Boote sind nach seinen Zeichnungen gebaut worden. Der Name REILA besteht aus den Anfangsbuchstaben von REImers, Lauritzen und Andersen.

SEEBÄR

Typ: schwedischer Seekreuzer, Spitzgatter
Baujahr: 1950
Werft: unbekannt, Göteborg/Schweden

Technische Daten:
Länge 9,30 m
Breite 3,25 m
Tiefgang 1,55 m
Segelfläche 44 m²
Baumaterial Lärche auf Eiche
Motor Innenbordmaschine, Diesel
Verdrängung 8 to

Der „Seebär“ hat abenteuerliche Reisen hinter sich. Im August 1970 startet der damalige Eigner eine ereignisreiche Segelreise von dem Heimathafen in der Galwik / Flensburg. Es geht durch den Nordostseekanal nach Brunsbüttel, durch Nordsee, Ärmelkanal und die Biscaya bis nach Las Palmas. Ein paar Wochen Pause – dann geht es weiter nach Barbados. Es werden die Antillen und Bahamas besucht und Ende März 1971 trifft der Seekreuzer in Florida ein.

Am 8. Mai 1971 startet er die Rückfahrt über den Atlantik. Der Spitzgatter gerät in ein Sturmtief, das er nicht unbeschadet übersteht. Das Steuerbord-Mittelwant bricht, die Selbststeueranlage fällt aus und der Motor versagt seinen Dienst. Der Eigner kann noch 15 Tage weitersegeln, dann bricht der Mast; das stehende Gut muß gekappt werden.

Der „Seebär“ segelt nun noch mit 1 m² Notbesegelung weiter, doch nach weiteren Schäden und einer Verletzung des Skippers verläßt der Skipper sein Schiff und geht an Bord eines Frachters. Es gelingt ihm jedoch, sein Schiff wieder zu bekommen und am 17. Oktober 1971 nimmt er es in Hamburg wieder in Empfang. Die Maschine wird wieder instandgesetzt und die notwendigen Reparaturen werden vorgenommen. Ende Oktober trifft der Seebär mit seinem „Seebär“ wohlbehalten wieder im Heimathafen in Flensburg ein.

SIONNACHAN

Baujahr: 1950
Konstrukteur: Stuart Uphams
Werft: Uphams upon Brixham, England

Technische Daten
Reg-Nr. 335149 (Llyods Small Ship Registry)
Re. Tonnage 4,25 TM (Thames Tonnage)
Rumpf Lärche auf Eiche
LüA 7,50 Meter
LWL 6,70 Meter
Breite 2,40 Meter
Tiefgang 1,50 Meter
Segelfläche 50 Quadratmeter

SIONNACHAN wurde 1950 bei der für den Bau der Brixham Trawler bekannten englischen Werft Uphams upon Brixham gebaut. Sie wurde als Prototyp für eine kleine Serie von 13 Yachten, als einzige noch mit einem Gaffelrig, gebaut.

Nach dem Rückgang der Bestellungen von Trawlern und den im Krieg gebauten Minensuchern versuchte die Werft in den 50 Jahren einen neuen Anfang mit dem Yachtbau. Für die Konstruktion dieses für England typischen Bootes mit Plattgatt und angehängtem Ruder stand das Design der Falmouth „Quay Punts“ Pate. Quay Punts waren kleine seegängige Schiffe, mit denen Schiffsagenten aus Falmouth zu den in den englischen Kanal einlaufenden Frachtseglern hinaussegelten, um den Kapitänen ihren Zielhafen mitzuteilen (Falmouth for orders).

Um unter den Rahen segeln zu können waren die Quay Punts meist Yawl geriggt mit einem Baum, der aus dem Achtersteven herausragte. Quay Punts hatten üblicherweise eine Größe zwischen 7m und 9m.

VAAR

Typ: Bornholmer Lachskutter
Riss: Eggert Benzon 1867
Gebaut: 1957 in Ranzausminde
Werft: Ejvind Henningsen
Baumaterial: Lärche/Eiche

Technische Daten:
Länge über Alles 12,80 m
Rumpflänge 9,80 m
Breite 3,40 m
Tiefgang 1,60 m
BRT 5,76
NRT 1,89
Takelung Gaffelrigg, Kutter
Großsegel 31,20 qm
Fock 11,50 qm
Klüver 9,35 qm
Top 9,52 qm
Gesamtsegelfl. 52,00 qm
Motor Bukh, 2 Zyl. Diesel, 20 PS

Nach dem Riss des legendären dänischen Konstrukteurs Eggert Benzon aus dem Jahr 1867 wurde 1957 dieser letzte Lachskutter gebaut. Der Fischer stand in einer der geöffneten sandfarbenen Decksluken und ließ von hier aus die ca. 1 km lange „Langleine“ mit hunderten Angelhaken ablaufen. Der Fang konnte dann im „Dam“ (auch „Bünn“) unter der mittleren Luke in Seewasser schwimmend frisch gehalten werden. Dieser Lachskutter gilt mit seinen schnellen, seetüchtigen Linien als der Urvater in der Entwicklung der sog. „Spitzgatter“ im Segelsport.

VROUWE FORTUNA

Typ: Grundeljacht
gebaut: 1978
Konstrukteur: J.K. Gipon
Werft: Van Wingererden, Rijsoord NL

Technische Daten:
Länge 8 m
Breite 3 m
Tiefgang 0,70 m
Baumaterial Stahl

Die Grundeljacht basiert auf dem Riss eines Fischerbootes vom Aalsmeer (Niederlande). Ein stählernes Plattbodenschiff mit den typischen Seitenschwertern und einem flachgehenden angehängten Ruder, für das Segeln in flachen Gewässern ideal und ein Raumwunder unter Deck. Die ursprünglich aus den Niederlanden stammenden Plattbodentypen fanden auch in Nord- & Ostsee weite Verbreitung.

WILLOW VREN

Viktorianischer Rennkutter
gebaut: 1886
Konstrukteur: Arthur Payne
Werft: A. Payne & Sons
Baumaterial: Teak auf Eiche

Technische Daten:
Länge 18,30 m
Breite 3,60 m
Tiefgang 2,50 m
Max. Geschwindigkeit ca. 9,5 kn
Maschine 6-Zylinder Perkins mit 115 PS
Steuerung Pinne

Die älteste Rennyacht der Welt:

Ein senkrechter gerader Vorsteven, ein weit überhängendes Heck, der ungemein schlanke Rumpf, ein knapp u.ber der Wasseroberfläche waagerecht vorgestreckter Bugspriet; das ist der „Victorian Racing Cutter“, den WILLOW WREN in seiner ausgereiftesten Form darstellt. Diese „plank on edge“ genannte Konstruktionsweise gilt bis heute als das Schönste, was der Yachtbau je in England hervorgebracht hat.

www.willow-wren.de

YLVA

Baujahr: 1961
Konstrukteur: Slaaby Larsen
Werft: Henningsen und Steckmest, Kappeln
Bau-Nr.: 3921

Technische Daten:
Länge 8,50 Meter
Breite 2,50 Meter
Tiefgang 1,40 Meter
Material Rumpf und Aufbauten Mahagoni (natur), Teakdeck
Motor Volvo Penta MD2 von 1965, 15 PS

YLVA ist ein 5 Kr Seefahrtkreuzer, der 1961 bei Henningsen & Steckmest in Kappeln nach einem Riss des dänischen Konstrukteurs Slaaby Larsen gebaut wurde. Der Rumpf ist karweelbeplankt auf Eichenspanten, die Aufbauten sind aus Mahagoni.

Als Anfang der 1960er Jahre der Segelsport wieder populär wurde, bekam die Werft Henningsen & Steckmest Aufträge für 10 Mahagoni-Yachten des dänischen Konstrukteurs Slaaby Larsen. Die Boote dieser kleinen Serie unterschieden sich nur in minimalen Details voneinander. Und natürlich wurden diese 5 Kr Yachten auch in Dänemark gebaut und erfreuten sich ausgesprochener Beliebtheit.

ZEPHYR

Typ: Folkeboot
gebaut: 1960
Konstrukteur: Skandinavisk Seijlerforbund
Werft: Lindström/Skåne

Technische Daten:
Länge 7,64 m
Breite 2,20 m
Tiefgang 1,20 m
Segelfläche 24 qm
Baumaterial Kiefer auf Eiche

Das Folkeboot wurde als skandinavische Einheitsklasse nach mehreren Wettbewerben 1941 vom Skandinavisk Seijlerforbund vorgestellt. Es ist ein hervorragend seetüchtiges Tourenboot, das sich auch heute noch großer Beliebtheit erfreut. Etwa 4400 Boote werden zur Zeit in Europa gesegelt, Ungefähr 900 davon in Deutschland. Markant ist der geklinkerte Rumpf und das angehängte Ruder.