Anna Johanna

Eigner

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Schiffsname Anna Johanna
Ex-Namen PIPPILOTTA, Twee Provincien
Nationalität D
Heimathafen Carolinensiel
Typ Zeegrundel -Yacht
Rigg
Baujahr 1979
Bauwerft te Boon
Bauort
Länge (London) 9,80 m
Länge (Meßbrief) 24,99 m
Länge über alles m
Breite 3,70 m
Tiefgang 0,70 m
Segelfläche 50 qm m²
Motor Segel
Leistung  PS
Museumshafen Carolinensiel

Über das Schiff

Der Klipper „Pippilotta

Gebaut 1906 in Belgien, auf der Schiffswerft te Boon, als eines von zwei identischen, segelnden Frachtschiffen für die Nordsee und das Wattenmeer. Ursprünglich segelte das Schiff noch ohne Maschine, mit nur einem Mast, als Gaffelkutter getakelt. Bald jedoch wurde ein Hilfsmotor eingebaut, dann, während des zweiten Weltkrieges oder kurz danach, wurde das Schiff abgetakelt und zum Küstenmotorschiff umgebaut. Als solches fuhr es bis in die 1970er Jahre hinein die verschiedensten Frachten auf den Binnen- und Küstengewässern der Niederlande. Anfang der Siebziger jedoch wurde der ehemalige Segler, wie so viele andere, im Zuge einer populären Nostalgiewelle neu entdeckt. Und wieder aufgetakelt, diesmal jedoch als Gaffelketsch. Das Chartergeschäft mit diesen robusten und rustikalen Schiffen war damals groß im Kommen – und hat sich ja bis heute gehalten. Jahrelang fuhr auch unsere „Pippilotta, damals noch unter dem Namen „Twee Provincien, sehr erfolgreich als Charterschiff: Kapitän, Maat und bis zu einem Dutzend oder mehr Gäste, die ganz glücklich in kleinen, romantischen Mehrbettkammern unter Deck wohnten. Das Fahrtgebiet waren das Ijsselmeer, die Binnengewässer und das niederländische Watt. Um die Jahrtausendwende schließlich wurde das Schiff abermals verkauft und zum Wohnschiff umgebaut: Die vielen kleinen Kabinen wurden, zum Teil, ausgebaut und zu größeren Räumen zusammengelegt. Seither gab es an Bord ein einziges, dafür großes Badezimmer, vier Schlafkabinen mit insgesamt acht Kojen, eine Kabine als Kleiderschrank, ein Wohnzimmer mit Wohnküche, einen Decksalon und einen Maschinenraum.
Von 2008 bis 2010 wurde „Pippilotta noch einmal umgebaut, diesmal zum heutigen, schwimmenden „Bed & Breakfast. Es gibt nun insgesamt drei komfortable Doppelkabinen, die sich ein großes Badezimmer teilen; einen zentralen Aufenthaltsraum – nämlich den Salon, das ehemalige „Wohnzimmer mit Wohnküche. Achtern wurde eine Suite eingebaut, ein oberer Salon mit einem Doppelbett sowie, unter dem Achterdeck, das kuschelige Doppelbett in der „Schlafhöhle. Ideal für eine Familie oder zwei befreundete Paare, hat diese Suite auch eine eigene Dusche und Toilette.
Segel gibt es immer noch reichlich, auch wenn das Schiff heute ja nur noch selten und zu besonderen Anlässen fährt (dann ausschließlich privat und ohne Gäste): Klüver, Fock, Großsegel und Besan, gesetzt und getrimmt werden sie ausschließlich per Hand und mit Taljen, die einzigen Winschen an Bord sind für den Anker und die zwei Seitenschwerter aus massivem, tonnenschweren Holz.
Die wichtigsten Maße des Schiffes sind: Länge über Deck 25 Meter (plus etwa fünf Meter Klüverbaum), Breite fünf Meter, Tiefgang rund 1,20 Meter. Gewicht um die 70 Tonnen, Maschine MAN Turbodiesel mit 160 PS, Segel wie eben schon gesagt reichlich. Dazu gibt es einen Generator und einen Umformer, der Bordstrom ist 220 V und 24 V, die Zentralheizung läuft mit Öl, der Bollerofen mit Holz.

NDR 3 1.3.2013 20:15
Das StickSchiff

Die “Anna Johanna” pfeift aus dem letzten Loch. Kein Wunder, mit 107 Jahren. Der Motor gibt statt sattem Sound wie früher nur noch ein leises Röcheln von sich. Die Pumpe ist verstopft, der Tank ist rostig. Nun muss die “Anna Johanna” auf die Werft, denn Thomas Wiesenthal hat noch viel mit dem alten Frachtensegler vor. Die “Anna Johanna” soll Deutschlands erste mobile Stickfabrik beherbergen. Zum Hafengeburtstag, zur Kieler Woche, wo immer etwas los ist, will er mit ihr hin. Denn der gelernte Feinmechaniker, der schon als Rettungsassistent, Baumfäller und Zaundoktor gearbeitet hat, verdient sein Geld mit Sticken. Am liebsten maritime Motive, auf T-Shirts, Crew-Bekleidung oder Souvenirs. Dafür stehen drei hochsensible Stickmaschinen im ehemaligen Steuerhaus. Bis das Stickschiff wieder flott ist, liegt es ständig vor Anker in Hamburgs neuer Hafencity. Neugierige Touristen “luschern” gerne mal durch das Oberlicht. Allerdings muss Schiffseigner Thomas mit seinem improvisationsbegabten Kumpel erst einmal ein logistisches Problem lösen: Wie bekommt man die 25 Meter lange und momentan leider motorlose “Anna Johanna” aus Hamburgs City hinaus auf die Werft im Hafen?
Http://www.eilunh.de/Nachrichten-Ostsee/tag/stickschiff/

Die Historie

Der Segelklipper wurde im Jahre 1906 in Belgien als Frachtensegler gebaut. Aus Eisen genietet, mit einem Mast und riesigem Laderaum,
Ursprünglich war das Schiff ohne Maschine als Gaffelkutter einmastig getakelt.
Als Lastensegler wurde sie mit Kapitän und einem Schiffsjungen gesegelt.

Bis nach dem ersten Weltkrieg fuhr der Klipper unter Segel allerlei Frachten an der Nordsee. In den 1920er Jahren etwa wurde das Schiff dann mit einem starken Motor ausgerüstet und zum Motorsegler umgebaut; noch später wurde dann das Rigg gänzlich abgetakelt und das Schiff fuhr als Küstenmotorschiff nur noch unter Maschine, aber immer noch in der Frachtfahrt – jetzt mit einem geschlossenen Steuerhaus achtern

Als Kümo wurde das Schiff bis in die 1960er Jahre in den Niederlanden aktiv gefahren.
Ende der 1960er Jahre vermutlich wurde das Schiff aufgelegt, also außer Dienst gestellt.
Dann stand es vor der Verschrottung. Wenige Jahre später jedoch entdeckten junge Niederländer diese vielen ehemaligen Frachtschiffe als romantischen und preiswerten Wohnraum; gleichzeitig wurden die Frachtsegler als Charterschiffe wieder entdeckt und es erfolgte ein erneuter Umbau zurück zum Segler, diesmal als 2 mastige Gaffelketsch. (Zweimastig damit die Gäste mehr zu tun hatten.) So auch die „Pippilotta“, die damals unter dem Namen „Twee Provincien“ in der Charterfahrt sehr erfolgreich eingesetzt wurde. Erst in den 1990er Jahren wurde sie wieder verkauft und dann zum sehr komfortablen und luxuriösen Wohnschiff für eine Familie umgebaut.

Zur Jahrtausendwende wurde die Anna Johanna privatisiert.
2000 wurde das Schiff von einem Deutschen (damals Herausgeber einer Yachtzeitschrift) erworben und dann in Hamburg als fahrbereites Wohnschiff genutzt. Das Schiff stand die letzten fünf Jahre über niederländische Makler zum Verkauf.

2006/07 überführte der neue Eigner das Schiff nach Hamburg, um ebenfalls mit seiner Familie an Bord zu wohnen. Nach einigen Jahren zog es die – wachsende – Familie dann jedoch wieder an Land.
2010 wurde das Schiff zur heutigen Form umgebaut, aus dem ehemaligen, sehr gemütlichen und schwimmenden Einfamilienhaus wurde die immer noch sehr gemütliche, schwimmende „Schiffspension Pippilotta“.

2012 wurde sie weiterverkauft und hat als Heimathafen Groningen NL aber den Liegeplatz im Sandtorhafen in der Hamburger Speicherstadt

2013 befindet sich die weltweit erste Computer-Stickerei an Bord.

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