DAS SCHIFF

JK
RITA FUNCK 1974 als Binnenschiff

Rita_Funck-1912.jpg

Schiffsname DAS SCHIFF
Ex-Namen Rita Funck, Seemöve
Nationalität D
Heimathafen Hamburg
Typ Theaterschiff ex See-Ewer
Rigg
Baujahr 1912
Bauwerft Gebr. van Diepen
Bauort Waterhuizen
Länge (London) m
Länge (Meßbrief) m
Länge über alles m
Breite m
Tiefgang m
Segelfläche
Motor Motor
Leistung  PS
Museumshafen

Über das Schiff

1950 verlängert und erhöht, 1955 verlängert, 1966 verlängert auf 132 BRT. Zuletzt Binnenschiff. Ab 1974 Umbau zum Theaterschiff.
Die SEEMÖVE, ein 100-Tonnen-See-Ewer mit kleinem Roof, lief 1912 in Waterhuizen vom Stapel. Photo: Der Neubau 1912 an der Werft.
Bei Einbau des 2. Motors, ein 100-PS-Deutsche Werke, entferte man Besanmast und Klüverbaum. Photo: ca. 1937 in Eckernförde.
Beim großen Umbau 1950 wurde SEEMÖVE verlängert und erhöht, 1955 und 66 nochmals verlängert. Foto: Als Binnenschiff RITA FUNCK 1974 (Hamburg).
Beim (vorläufig) letzten Umbau 1974-75 wurde das Binnen- zum Theaterschiff. Seit 1975 liefert DAS SCHIFF ein erfolgreiches Kulturprogramm.
(Aus: Register deutsche Segelschiffe J. Kaiser, S. 48)

Kenntnisstand 1986 JK.

Die Historie

1912-29 SEEMÖVE, Borstel
1929-59 # Hamburg
1959-74 RITA FUNCK, Gauensiek
seit 1974 DAS SCHIFF, Hamburg als Theaterschiff
1950 verlängert und erhöht, 1955 verlängert, 1966 verlängert auf 132 BRT. Zuletzt Binnenschiff. Ab 1974 Umbau zum Theaterschiff.

Die SEEMÖVE, ein 100-Tonnen-See-Ewer mit kleinem Roof, lief 1912 in Waterhuizen vom Stapel. Photo: Der Neubau 1912 an der Werft.
Bei Einbau des 2. Motors, ein 100-PS-Deutsche Werke, entferte man Besanmast und Klüverbaum. Photo: ca. 1937 in Eckernförde.
Beim großen Umbau 1950 wurde SEEMÖVE verlängert und erhöht, 1955 und 66 nochmals verlängert. Foto: Als Binnenschiff RITA FUNCK 1974 (Hamburg).
Beim (vorläufig) letzten Umbau 1974-75 wurde das Binnen- zum Theaterschiff. Seit 1975 liefert DAS SCHIFF ein erfolgreiches Kulturprogramm.
(Aus: Register deutsche Segelschiffe J. Kaiser, S. 48)

Das Hamburger Theaterschiff „Das Schiff“

Wer je auf Hamburgs schwimmender Bühne für beste Unterhaltung war, wird von seiner einmaligen Atmosphäre schwärmen. „Das Schiff“ liegt mitten in Hamburg, in einer seiner geschichtsträchtigsten Ecken: in direkter Nachbarschaft wurde der Hafen gegründet, und die historische Deichstraße verbindet noch heute das Zentrum mit Speicherstadt und moderner Hafen-City.

Auf Europas einzigem hochseetüchtigem Theaterschiff sitzt kein Zuschauer weiter als sieben Meter von der Bühne entfernt. Diese einmalige Nähe zum Publikum ist es, die Künstler und Besucher besonders schätzen.

Doch bevor es zum Theater wurde, hatte DAS SCHIFF schon eine bewegte Geschichte hinter sich:
Sommer 1912. Die Zeit der schweren hölzernen Segelschiffe für die Frachtfahrt ging zu Ende, als sich herausstellte, um wie viel billiger stählerne Schiffe zu nieten waren. Auch die Werft van Diepen in Waterhuizen/Provinz Groningen baute solche Stahlschiffe in Fließbandserie.
Die Baunummer 366 – ein 20,19 Meter langer, elegant-schneeweißer Besan-Ewer – erhielt den stolzen Namen „Seemöve“. Die beiden Masten konnten geklappt werden, damit niedrige Kanalbrücken passierbar wurden und mächtige Seitenschwerter aus Holz, ein typischen Merkmal der Zeit, stabilisierten das Schiff beim Segeln über Watt und See.
Jürgen Schröder aus Borstel im Alten Land musste für das Schiff 14500 Gold-Mark hinblättern, der erste Schiffsbrief vom königlichen Amtsgericht in Harburg stammt vom 19.Juni 1912. Eine Woche dauerte die Reise von Hamburg nach Dänemark mit Mais und Dünger. Durch den Nord-Ostsee-Kanal wurden die Segler an einem Tag geschleppt.
Windstille oder zu starke See verhinderten oftmals das pünktliche Abliefern der Fracht und so entschloss sich Schröder 1923 eine erste Hilfsmaschine einzubauen. Augenzeugen berichteten, dass Kapitän Schröder in Ohnmacht fiel, als sein 35-PS-Glühkopfbrenner mit Funken und Getöse zum ersten Mal ansprang.
1929 kaufte Kapitän Wilhelm Raap aus Krautsand die „Seemöve“, 1934 ließ er eine 100-PS-Maschine einbauen. Einer der Masten fiel, der Klüverbaum wurde gekappt, und es blieb nur noch eine Hilfsbesegelung.
Im Zweiten Weltkrieg sank die „Seemöve“ in einer Bombennacht im Hamburger Hafen. Doch Raap gab nicht auf. Das Schiff wurde gehoben und repariert. Bis 1955 wuchs die „Seemöve“ auf eine Gesamtlänge von 34,50 Meter und ein Volumen von 251 Ladetonnen. Aus dem eleganten Segler war ein Küstenmotorschiff geworden, das kostendeckend auch weitere Reisen unternehmen konnte.
Zehn Jahre später wurde aus der betagten „Seemöve“ eine „MS Rita Funck“, doch auch für dieses Schiff kam bald die Zeit, wo es dem neuen Eigner Horst Funck für die Frachten zu klein wurde. Er wollte verkaufen.

Und so erstanden 1974 Christa und Eberhard Möbius den für die Schifffahrt unwirtschaftlichen Dampfer, die „MS Rita Funck“, und ließen ihn auf der kleinen Familien-Werft Garbers in Rothenburgsort zum Theaterschiff umbauen. Am 13. Oktober 1975 hatte „Das Schiff“ an seinem Liegeplatz im Nikolaifleet Premiere.
Reisen des Schiffes führten und führen bis heute zur Kieler Woche, nach Bremerhaven, Helgoland und zu Häfen rings um Hamburg.

Ausgesuchte Gäste sind ein Markenzeichen des Schiffs. Gert Fröbe und Heinz Reincke wurden Ehrenmatrosen, und bis heute präsentieren in der Reihe „Stars an Bord“ bekannte Künstler ihre Programme.

Nach 25 Jahren übernahm die Familie Schlesselmann die Leitung des Schiffs. Anke und Gerd Schlesselmann haben mit ihren Söhnen Heiko und Björn den Weg des Schiffes von der Bau-Werft an freundschaftlich verfolgt und führen das Theater daher mit großer Leidenschaft. 2007 holten sie den Schauspieler, Autor und Regisseur Michael Frowin als Künstlerischen Leiter an Bord. Gemeinsam lenken sie nun als Leitungs-Team die Geschicke der Bühne.

Quelle www.theaterschiff.de GB2012

Auch 2014 ist das Schiff weiter als „Theaterschiff“ in Hamburg eingesetzt.

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