FAHREWOHL

Mh Büsum

Fahrewohl-heck.jpg

Schiffsname FAHREWOHL
Ex-Namen FRI 15, FRI 63, OSTETAL
Nationalität D
Heimathafen Büsum
Typ Krabbenkutter
Rigg Gaffelkutter
Baujahr 1912
Bauwerft Gustav Junge
Bauort Wewelsfleth
Länge (London) 10,78 m
Länge (Meßbrief) m
Länge über alles 15,12 m
Breite 3,50 m
Tiefgang 1,20 m
Segelfläche 75 m²
Motor Segel
Leistung  PS
Museumshafen Büsum

Über das Schiff

Gaffelkutter Fahrewohl von Büsum wird 100 Jahre

Büsum (fwt)Der Gaffelkutter Fahrewohl von Büsum feiert im Jahre 2012 seinen 100. Geburtstag

Im Jahre 1911 bestellt der Büsumer G.G. Johannsen auf der Werft von Gustav Junge in Wewelsfleth zwei baugleiche Kutter, das eine für seinen Sohn Carl Johannsen, genannt KARL, das andere, genannt „FAHREWOHL“ mit der Bau-Nr. 187/19122, das er noch vor Fertigstellung auf der Basis von Ratenzahlungen am 9. April 1912 an den Jungfischer Wilhelm Theodor Landsmann für 2650 Goldmark verkauft.
Registriert wurde die Fahrewohl vom Büsum mit 8,3 BRT und den Maßen 9,05 x 3,50 x 1,20m unter SH 5342, da es erst später die Kennzeichnungen BÜS und SC gab.
1917/18 ging der Kutter in den Besitz der Familie Schlömer über. Mit der neuen Fischereinummer WILL 37 holte W. Schlömer ihn im Jahre 1921 nach Kaiser-Wilhelm-Koog. Am 23. Oktober 1921 gerät die Fahrewohl von Büsum zusammen mit anderen Kuttern bei schwerem Sturm auf den Deich. In dieser Nacht wurde fast die gesamte Fischerflotte von Kaiser-Wilhelm-Koog vernichtet. 1922/23 fuhr Hermann Schlömer das Schiff nach Cuxhaven. Von Alfred Glashoff (1923) neu aufgezimmert und mit einem 25-PS-Motor versehen bekam er die neue Fischereinummer HC 181. Über den Friedrichskooger Fischer Friedrich Voss (1929) mit der Nummer FRI 63 ging das Schiff an den Friedrichskooger Wilhelm Reusch (1936), der es am 10. Dezember 1976 aus der Fischerei stellte. Der Einsatz bei der Kriegsmarine wird dazwischen als „Kutter AHK 63/Fahrewohl 1943-1945 in Dünkirchen“ dokumentiert.
Der kaufmännische Angestellte Horst Eberhard Mäßling aus Hemmoor baute das Schiff 1976 zu einer reinen Motorjacht um, bevor der Direktor des Museums für Hamburgische Geschichte, Prof. Jörgen Bracker, 1981 den alten Junge-Kutter mit seinen guten Segeleigenschaften in mühevoller, zeitraubender und kostspieliger Arbeit nach den Originalzeichnungen restaurierte.
Durch eine großzügige Spende der Büsumerin Christiane Danker wurde die Fahrewohl von Büsum Ende 2007 vom letzten Eigentümer Maximilian Johannsmann erworben und neben dem historischen Seenotretter Rickmer Bock und dem Gaffelsegler Margaretha zum dritten vereinseigenen Schiff des Museumshafenvereins. Als ältester noch fahrtüchtiger Büsumer Krabbenkutter wurde die Fahrewohl nach einer bewegten Geschichte zurück in den Heimathafen Büsum überführt.
MH Büsum 2012

Die Historie

1912-ca.1921 S.H. 5342 FAHREWOHL- Büsum
-1926. WILL 37 dito -Kaiser-Wilhelm-Koog
-1931 H.C. 181 dito -Cuxhaven
-1936. FRI 15 dito -Friedrichskoog
-1976 FRI 63 dito
-1981 OSTETAL-Cuxhaven
FAHREWOHL- Hamburg
2009 FAHREWOH – Büsum

Bereits mit Hilfsmotor gebaut, bis 1976 in der Fischerei.
Motoryacht bis 1981; restauriert/ MH Oevelgönne..

Historie:
G. Johannsen aus Büsum bestellte 1911 auf der Werft von Gustav Junge in Wewelsfleth zwei baugleiche Kutter. Den einen – „Karl“ – erhielt sein Sohn Carl, der andere – die „Fahrewohl“ wurde am 9. April 1912 an den Büsumer Jungfischer Wilhelm Theodor Landsmann verkauft.

Registriert wurde der Kutter unter S.H. 5342 – erst später gab es die Büsumer Kennzeichnungen BÜS und SC.

Landsmann nahm am 26. Juli 1914 an der Segelregatta teil und gewann den von Ortsvorsteher Paulsen gestifteten Kuchenteller. Im April 1915 wird erstmals ein Zehn-PS-Petroleummotor eingebaut.

1917/18 ging der Kutter in den Besitz der Familie Schlömer über. W. Schlömer holte den Kutter mit der neuen Fischereinummer WILL 37 im Jahr 1921 nach Kaiser-Wilhelm-Koog. Am 7. August 1921 belegte er bei einer stürmischen Fischerregatta Platz vier in Klasse D. Am 23. Oktober 1921 geriet die „Fahrewohl“ zusammen mit anderen Kuttern bei schwerem Sturm auf den Deich. In dieser Nacht wurde fast die gesamte Fischerflotte von Kaiser-Wilhelm-Koog vernichtet.

1922/23 besaß Hermann Schlämer das Schiff und fuhr damit nach Cuxhaven. Der nächste Besitzer Alfred Glashoff ließ den Kutter Mitte der 20er-Jahre von Grund auf neu aufzimmern und einen 25-PS-Motor einsetzen. Die neue Fischereinummer lautete HC181.

Im Oktober 1929 erwarb der Friedrichskooger Fischer Friedrich Voss das Schiff für 7000 Reichsmark. Bis zur Aufgabe der Fischerei lautete die Nummer FRI 63. 1936 ging das Schiff an den Friedrichskooger Wilhelm Reusch, der es am 10. Dezember 1976 aus der Fischerei stellte.

Weitere Besitzer waren der kaufmännische Angestellte Eberhard Mäßling, der Direktor des Museums für Hamburgische Geschichte, Professor Jörgen Bracker, und zuletzt Maximilian Johannsmann.

Eine Spende von Christiane Danker ermöglichte dem Museumshafen Büsum den Kauf des Schiffes als Vereinsschiff.

Literatur:
PIEKFALL No. 23 H. Karting, Schiffe aus Wewelsfleth
PIEKFALL 23/1982 S 1 f – Jörgen Bracker: „ FAHREWOHL – n’ Junge“ Beschreibung u.a. der Bauprinzips, des Materials, der Technik und des Erwerbs durch den Autor.

PIEKFALL 31/1986 S.13 – Foto Greiser: „FAHREWOHL wird trotz Motorhilfe überrannt“

PIEKFALL Schiffsblatt Lose-Blatt-Sammlung

PIEKFALL 84/2004 S. 51: Verkaufsanzeige, detaillierte Beschreibung der umfangreichen Restaurierung

PIEKFALL 98/2009 S. 8, Renate und Peter Tribbe: Historie u.a. der Rückverwandlung vom Fischkutter zum Segelfahrzeug durch J.Bracker; nach 20 Jahren im Elbe-Revier vom Museumshafenverein Büsum erworben und 2008 nach Büsum verlegt. Foto: “Die FAHREWOHL kehrt ins Wasser zurück“.

Quelle Museumshafen Büsum
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