Nadezhda II – Seeteufel II



Schiffsname Nadezhda II – Seeteufel II
Ex-Namen
Nationalität
Heimathafen St. Petersburg
Typ Schoneryacht
Rigg
Baujahr 2015
Bauwerft
Bauort St. Petersburg
Länge (London) m
Länge (Meßbrief) 26,94 m
Länge über alles 36,60 m
Breite 6,88 m
Tiefgang 2,86 m
Segelfläche
Motor Segel
Leistung  
Museumshafen

Über das Schiff

Die Historie

Nachbau des früheren Schoners SEETEUFEL von Felix Graf von Luckner
Die “Seeteufel” – war das letzte noch existierende Schiff des Grafen Luckner. Siehe Nadeshda ex Seeteufel

Bei der “Seeteufel” handelte es sich um einen 1912 in den Niederlanden gebauten Logger (ein für die Fernfischerei robuster Schiffstyp), den Graf Luckner im Jahre 1936 erwarb, um wieder auf Weltfahrt zu gehen.

Um diese Zeit wurde das Deutsche Reich von den braunen Machthabern beherrscht, ohne deren “Segen” ein solches Projekt nicht möglich gewesen wäre.

Luckner ersann eine List und gab vor, eine Propagandafahrt für das Dritte Reich zu unternehmen und Werbung für Führer und Vaterland zu machen. In Wirklichkeit ging es ihm jedoch von Anfang an schlicht darum, wieder Planken unter den Füßen zu haben, Seeluft zu schnuppern und die weite Welt zu bereisen, hier insbesondere die Stätten wiederzusehen, die er im ersten Weltkrieg gesehen hatte.

In welche Gefahr sich der Graf damit begab, war ihm offensichtlich nicht bewußt, doch hierauf gehen wir auf der Seite “Sonderehrengericht” ein. Hier soll das Schiff im Vordergrund stehen.

Die “Seeteufel” verkaufte Luckner nach seiner Heimkehr ins Reich 1941 an den Taucher Hans Hass, der es zu seinem Forschungsschiff umzubauen trachtete. Der Krieg verhinderte die Umsetzung des Projektes.

So kam es, daß das Schiff 1945 in einem deutschen Hafen (Rostock/Warnemünde) von der einrückenden Roten Armee requiriert wurde. Versuche der Deutschen, das Schiff zuvor im Schlepptau mitzunehmen und somit zu retten, scheiterten an einem defekten Ruder.

Die Sowjets nahmen das Schiff mit nach Leningrad (heute: St. Petersburg) und nutzten es die nächsten Jahrzehnte. Dabei wurde es umgebaut, aber auch erhalten und gepflegt, trug die Namen “Sekret”, “Leningrad” und “Nadeshda” (die Hoffnung). Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion wurde es sprichwörtlich “eng” für das Schiff mit seinem genieteten Stahlrumpf. Zuletzt stand es kurz vor der Verschrottung.

Abenteuerlich wie das Leben des Grafen war die Rettung der ehemaligen “Seeteufel”, an der sich organisatorisch auch unserer Gesellschaft beteiligte. Letztlich gelang der Verkauf an einen russischen Investor in St. Petersburg, und der Zufall wollte es, daß sich dieser mit der Geschichte des Schiffes und seinem berühmter Voreigentümer befaßte und dadurch zu einem Bewunderer Luckners wurde.

Im Jahre 2010 war die Seeteufel, nunmehr unter dem Namen “Moja Mechta” fahrend”, restauriert und im Juni 2011 war es Mitgliedern unserer Gesellschaft vergönnt, des Grafen Geburtstag auf Einladung des Eigners auf dem Schiff zu feiern. Schließlich konnten wir den Eigentümer gar als Mitglied in unserer Gesellschaft begrüßen.

Die ehemalige “Seeteufel” fährt also wieder in alter Schönheit und modernem Glanz, vielleicht gar bald sogar wieder von Deutschland aus, denn der russische Eigentümer möchte es nun verkaufen, Preis: 750.000 € – die Luckner Gesellschaft sucht nach einem Investor, der uns evt. Sogar die Möglichkeit einräumt, das Schiff zumindest teilweise im Sinne des Grafen für Frieden und Völkerverständigung zu nutzen.

Die ehemalige Seeteufel (siehe Archiv) wurde innerhalb von St. Petersburg verkauft, nachdem es vor ein paar Jahren aufwendig überholt wurde. Der Eigner hat sich nach dem Verkauf jedoch das Schiff einfach neu nachbauen lassen – laut der Luckner-Gesellschaft wollte er dem alten Rumpf keine Weltreise mehr zumuten. Baufotos hier zu sehen: http://vk.com/albums-1601757
und hier :
http://vk.com/club1601757
(Das ist das russische facebook).
Die Replik steht offenbar kurz vor der Fertigstellung
Hinweis Ole Pfeiler 17.2.2015

Diese Seeteufel ist nicht zu verwechseln mit dem Hilfskreuzer Seeadler des Felix Graf Luckner, der seine Fahrten als Hilfskreuzer beschrieb in seinem Buch der Seeteufel
Die SMS Seeadler ex Pass of Balmaha war ein Hilfskreuzer der Kaiserlichen Marine (1916 bis 1917) und eines der letzten Segelschiffe im Kriegseinsatz. Das Dreimast-Vollschiff wurde von Deutschland im Seekrieg des Ersten Weltkrieges verwendet. Siehe Wikipedia Felix graf Luckner /Seeadler
http://de.wikipedia.org/wiki/SMS_Seeadler_(Schiff,_1878)

Die Graf-Luckner Gesellschaft widmet sich der Rettung und Erhaltung der ex SEETEUFEL
information und mehr unter:
http://luckner-gesellschaft.de/Pages/ShipSeeteufel.html

Literatur: H. Karting, Deutsche Schoner Bd. VI S. 302 ff
Felix Graf v. Luckner, Seeteufels Weltreise, Gütersloh 1951, S. 331 ff

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