VG

Schiffsname Sæløer
Ex-Namen
Nationalität D
Heimathafen Kappeln
Typ Listaskojte
Rigg Gaffelketsch
Baujahr 1917
Bauwerft Theodor Sveinungsen
Bauort Kragerø
Länge (London) 20 m
Länge (Meßbrief) m
Länge über alles 26 m
Breite 6,67 m
Tiefgang 2,7 m
Segelfläche 210 m²
Motor Segel
Leistung  PS
Museumshafen Kappeln

Über das Schiff

12.4.2010nach 3 Monaten Werftzeit bei Rathje in Kiel ist die Saelöer nun endlich in den Museumshafen Kappeln zurückgekehrt. Saelöer macht praktisch kein Wasser mehr! Die beträchtliche Investition zum Erhalt des Schiffes hat sich gelohnt. Folgende Instandsetzungsmaßnahmen wurden in der Zeit vom 6. Januar bis zum 9. April durchgeführt:
*Ca. 180 m neue Planken wurden eingesetzt
*Alle Planken (Über- und Unterwasserschiff) wurden mit den Spanten neu verschraubt und verpfropft
*Nähte komplett kalfatert und mit Marineglue vergossen
*Achtersteven erneuert und innen mit Stahlverbänden (Knie mit Gurtung) zur Erhöhung der >Festigkeit mit Spanten und Weger verbolzt
*Wasserstagbeschlag vorn erneuert
* oberer Lagerbeschlag des Ruders erneuert
*Komplett neuer Farbaufbau Über- und Unterwasserschiff

Saelöer sieht aus wie neu aber entscheidend ist, was unter der neuen Farbe geschah.Ich denke, das ist eine kleine Meldung im Piekfall wert, da die meisten das Schiff kennen und nach der Katastrophe im Mai 2009 gern wüssten, was aus dem Schiff geworden ist.

Herzliche Grüße, Peter

Die Historie

Anfang des 20. Jahrhunderts gaben 2 Norwegische Brüder der Werft Theodor Sveinungsen in Kragerö/Südnorwegen den Auftrag für den Neubau eines Frachtsegelschiffes. Es sollte ein Schiff mit guten Segeleigenschaften und hohem Tragvermögen werden. So entstand eine große, kraweelgeplankte Listaskoyte von 20 m Länge über Deck.
In die Konstruktion der Listaskoyten waren einerseits die Erfahrungen des berühmten Konstrukteurs Colin Archer, andererseits Einflüsse der englischen Schiffbauer dieser Zeit eingeflossen. Die Listaskoyten hatten in Anlehnung an Colin Archers legendäre Redingsskoyten (Rettungskreuzer) ein Längen-/Breitenverhältnis von ca. 1:3, d.h.: die Breite des Schiffes betrug 1/3 seiner Länge und das Schiff wurde als Spitzgatter mit achtern angehängtem Ruder gebaut. Der englische Einfluss ist erkennbar an dem scharf geschnittenen Vorschiff mit senkrechtem Steven.

1917 kam das Schiff zu Wasser und erhielt nach einer Inselgruppe am Eingang des Skagerraks vor der Südnorwegischen Küste seinen Namen: „Sæløer“, zu deutsch: Seehundsinseln.

Das Schiff wurde als Galeaß (2-Mast Gaffelketsch) geriggt. Das Rigg war so dimensioniert, daß es auch bei schweren Wetterbedingungen von den 3 Mann Besatzung beherrscht werden konnte. Eine Maschine gab es nicht, denn entsprechend dem Stand der Technik zu dieser Zeit wäre eine Maschine mit ausreichender Leistung viel zu groß und zu schwer gewesen. Die Sæløer konnte ungefähr 100 t Ladung transportieren.

Ende der 70er Jahre entdeckte ein Deutscher die Sæløer im Hafen von Farsund. Das Schiff diente zu dieser Zeit seinem 3ten Eigner als Wohnschiff. Der Deutsche erwarb das Schiff und ließ es in Søby auf der dänischen Insel Ærø von der dortigen Werft mit großem finanziellen Aufwand nach Originalplänen des Schiffahrtmuseums Oslo wieder in den Originalzustand zurückbauen. Das äußere Erscheinungsbild des Schiffes entspricht heute dem von 1917. Der jetzige ist der 5. Eigner der Sæløer seit Dezember 1994.
web 2010
mehr unter www.saeloeer.com

Geschichte und Restaurierung:
Das Schiff wurde zunächst als reines Segelschiff ohne Hilfsmotor in Frachtfahrt betrieben. Ende der 20er-Jahre erhielt die SÆLØER einen Hilfsmotor mit ca. 24 PS Leistung (1-Zylinder Glühkopf). Hauptantrieb waren aber immer noch die Segel. Im Laufe der Jahre wurden immer leistungsstärkere Maschinen eingebaut und die Segel allmählich als Hauptantrieb verdrängt. Das Schiff war noch bis 1976 in Frachtfahrt. Klüverbaum und Besan waren entfernt worden. Der Großmast war auf ca. 10 m gekürzt worden und diente nur noch als Träger des Ladegeschirrs. Achtern war ein schmales ca. 2,50 m hohes Ruderhaus, darunter der Maschinenraum. Als Antrieb diente zuletzt ein 2-Zylider Callesen Diesel mit ca. 90 PS Leistung.

Von 1976 bis Ende 1979 wurde die SÆLØER als Wohnschiff genutzt und lag in Farsund. In diesem Zustand erwarb der Voreigner des jetzigen das Schiff und verholte es nach Söby/Aerö. Die Restaurierung dauerte von Anfang 1980 bis Ende 1983. Nach Originalplänen des Schiffahrtsmuseums Oslo wurde der Originalzustand von 1917 bezüglich Decksaufbauten und Rigg wiederhergestellt. Lediglich die große Ladeluke zwischen Groß- und Besanmast wurde um zwei Planken erhöht und mit Lärchenbohlen in Längsschiffrichtung fest eingedeckt und erhielt in der Mitte ein Skylight sowie Stb achtern ein Schiebeluk. Entsprechend wurde auch mit der vorderen kleinen Ladeluke verfahren. Das achtere Deckshaus wurde in den Originaldimensionen wiederhergestellt. Da die Decksaufbauten auf den beiden Ladeluken niedriger sind, als die Höhe des Schanzkleides, entspricht die Silhouette des Schiffes dem Original von 1917.Der Innenausbau wurde entsprechend der geplanten Verwendung, nämlich das Schiff wieder als Segelschiff zu betreiben, allerdings nicht mehr in Frachtfahrt sondern mit an traditioneller Seemannschaft interessierten Menschen, gestaltet. Erhalten geblieben ist die alte Innenbeplankung. Da auf zusätzliche Innenverkleidung der Bordwand verzichtet wurde, ist diese in weiten Bereichen noch gut sichtbar.
Quelle: Eignerangaben von 2007

Literatur: Gøthe Gøthesen, Norske Båtar, Skagerakkysten

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