SOLITÜDE

RP 2013
SOLITÜDE 2013 in den trad. Farben Foto R.Prüss

GB 2012
SOLITÜDE 1979 Zeichnung Scott Kennedy

Schiffsname SOLITÜDE
Ex-Namen BILLE
Nationalität D
Heimathafen Flensburg
Typ Schlepp-Barkasse
Rigg
Baujahr 1943
Bauwerft
Bauort HH-Neuenfelde
Länge (London) m
Länge (Meßbrief) 14,40 m
Länge über alles m
Breite 3,09 m
Tiefgang 1,47 m
Segelfläche
Motor Motor
Leistung  PS
Museumshafen Flensburg

Über das Schiff

Einige technische Daten:

Kategorie: Schlepp-Barkasse

Name: Solitüde

Baujahr: 1943 Hamburg-Neuenfelde

Länge: 14,40 m

Breite: 3,09 m

Tiefgang: 1,47 m

Besatzung: 1 Schiffsführer / 1 Matrose

Max. Geschwindigkeit: 7 kn.

PS: 120

Verdrängung: 22 t.

Die Historie

Die Barkasse wurde 1943 in Hamburg-Neuenfelde gebaut und mit einem 75 PS Dreizylinder-Schlüttermotor ausgestattet.
Die Barkasse bekam den Namen „Bille“ und wurde bei der Reichsmarine als Schlepper eingesetzt.
Zu den Aufgaben gehörte das Schleppen von Baugeräten wie Bagger, Ramme und Ponton, die Personenbeförderung sowie der Einsatz als Begleit- und Kurierboot.

1947 erwarb ein Herr Oskar Fieler (Kapitän aus Flensburg) die Barkasse und verkaufte sie 1948 an die Stadt Flensburg.
Hier bekam das Schiff dann den neuen Namen „Solitüde“.

1948 wurde ein gebrauchter Vierzylinder-Deutsche-Werke Motor mit 90 PS (Bj. 1936) in der Hugo Becker Werft in Flensburg-Mürwik eingebaut.
Da das Original-Typenschild der „Bille“ nicht mehr lesbar vorhanden war, wurde Anfang der 50er fälschlicherweise das Baujahr 1936 vom Deutsche-Werke-Motor als Baujahr der Barkasse angenommen und in die Papiere eingetragen.
1960 wurde der dritte Motor, ein Vierzylinder Mercedes-Benz-Motor mit 120 PS eingebaut.
Dieser Motor ist heute noch vorhanden, er ist generalüberholt und im Verhältnis in einem sehr guten Zustand.

1948 bis 2006 wurde die Barkasse für Hafenunterhaltungsarbeiten wie Wasserbauarbeiten, Hafenausbaggerungen, Sandspülarbeiten bei Badestränden, Bojenauslegungen und Schlepparbeiten eingesetzt. Bei jedem Stapellauf der Flensburger Schiffbaugesellschaft (FSG) wurde sie angefordert.

1960 bekam die Bundeswehr drei US-Zerstörer.
Damit diese am Schiffbrückkai in Flensburg festmachen konnten, wurde die Wassertiefe mit Hilfe der „Solitüde“ durch Ausbaggerarbeiten angepasst.
Da die Barkasse im Sommer 2006 einen Getriebeschaden hatte und die Auflagen zur gewerbsmäßigen Nutzung der Solitüde durch die Schiffsuntersuchungskommission unverhältnismäßig hoch waren, hat sich die Flensburger Hafen GmbH entschlossen, die Barkasse außer Betrieb zu nehmen, sie als Werbeträger in der Einfahrt des Flensburger Hafens an Land zu positionieren, in der Firmenfarbe zu streichen und mit dem Firmenlogo zu versehen.

Im Herbst 2008 wuchs das Begehren, der Geschichte der Solitüde gerecht zu werden, die Barkasse fahrbereit herzurichten und als Repräsentant des Flensburger Hafens bei Hafenfesten und anderen Veranstaltungen einzusetzen.
Hierzu wurde der „Verein zur Erhaltung der Solitüde e.V. gegründet.
Gewerbliche Auflagen entfallen so, die Barkasse kann nun gem. der Sportbootführerscheinverordnung-See gefahren werden.

Die Fahrbereitschaft wurde im Frühjahr/Sommer 2009 vollständig wieder hergestellt, der Motor und das Getriebe wurden überholt. Der Rumpf wurde auf seine Wandstärke mit Ultraschall geprüft, neue Opferanoden wurden am Rumpf angesetzt.
2013 Übernahme der Barkasse durch den Verein zur Erhaltung der Solitüde e.V.
Der Verein hat die Aufgabe, die Barkasse „Solitüde“, Baujahr 1943, zu erhalten, zu pflegen und als historischen Bestandteil und Werbeträger des Flensburger Hafens zu nutzen, dies u.a. als Begleitschiff bei Hafenfesten etc. Die Barkasse ist frisch aus der Werft zurück im Flensburger Hafen. In den neuen historischen Farben Schwarz/Weiß liegt sie gut sichtbar an der Schiffbrücke.

Nähere Informationen erhalten Sie auf der Internetseite des Vereines unter

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