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Vaar-Riss_test.gif

Schiffsname Vaar
Ex-Namen
Nationalität D
Heimathafen Flensburg
Typ Bornholmer Lachsboot
Rigg Gaffelkutter
Baujahr 1957
Bauwerft E.Henningsen
Bauort Rantzausminde/Svendb.
Länge (London) 9,66 m
Länge (Meßbrief) m
Länge über alles 13,00 m
Breite 3,6 m
Tiefgang 1,6 m
Segelfläche 50 m²
Motor Segel
Leistung  PS
Museumshafen Flensburg

Über das Schiff

Die Historie

VAAR ist altdänisch und bedeutet Foraar=Frühjahr oder Frühling.VAAR ist ein Nachbau des ursprünglichen gedeckten Bornholmer Lachsbootes nach dem Entwurf des dänischen Bootsbaumeisters und Konstrukteurs Eggert C. Benzon von 1867. Die Bornholmer Lachsboote galten in ihrer Zeit als enorm wendig und schnell und waren für ihre Seesicherheit berühmt und bekannt.Dieser Entwurf hat den Bootsbau im Ostseeraum bis in die heutige Zeit beeinflußt. Der pommersche Treibnetzkutter und später der Rügenwalder Kutter sind auf diesen Typ zurückzuführen.

Die Bornholmer Lachskutter

Als in einer Sturmnacht 1864 177 Fischer vor Bornholm ertranken, beauftragte die Regierung in Kopenhagen eine Untersuchungskommission, das Unglück zu untersuchen und Vorschläge für die Verbesserung der Seesicherheit der Bornholmer Fischer zu machen. Bis dahin gebrauchte man ausschließlich offene Boote. 1867 konstruierte Eggert C. Benzon im Auftrage der dänischen Regierung, ein gedecktes Fahrzeug, welches sich durch eine bemerkenswerte Seetüchtigkeit auszeichnete.
Die dänische Regierung verlangte ein Fahrzeug, das die gleichen Eigenschaften haben sollte, wie die norwegischen Lotsenboote, nach ihrer Herkunft von den Hvalerinseln als Hvalerboote bezeichnet. Damals noch offene Boote, die später auch Colin Archer als Vorbild bei der Entwicklung seiner ersten Lotsenboote dienten.
Der entscheidende Verdienst von Benzon und Colin Archer liegt darin, daß sie die Linien der überlieferten Boote verbessert haben, harmonischer im Vorschiff gestaltet haben, was eine enorme Wendigkeit und Schnelligkeit im Vergleich zu den herkömmlichen Booten verlieh. Insbesondere aber haben sie die Seesicherheit der Boote durch Eindecken enorm verbessert.

Lachsboote dienten zur Treibnetz- oder Langleinenfischerei. Bei der Treibnetzfischerei wurden bis zu 100 Netzen zu einem Fleet verbunden und durch Bojen und Schwimmer markiert. Das Aussetzen der Treibnetze oder Treibangeln erfolgte in der Abenddämmerung. Am Ende des bis 1000 m langen Fleets trieb der Kutter. Die gedeckte Kajüte im Achterschiff war für die damalige Zeit eine enorme Verbesserung der Seesicherheit. Die Besatzung konnte warm und trocken ruhen, oder sich auf einem kleinen eisernen Kohleofen eine warme Mahlzeit bereiten. Am Morgen wurde der Fang an Bord genommen. Dazu dienten der Mannschaft die seitlichen Arbeitsluken, in denen jeweils ein Mann stehen oder sitzen konnte. Gefischt wurde in der Regel mit drei Mann: Schipper, Macker und ein Junge.
Gerd Büker, Flensburg

Literatur:
A. Celarek, Kaschubische Fischerboote, Gdansk 1987
C.F. Drechsel, Oversigt over vore Saltvandsfiskerier, København 1890; Reprint Grenaa 1988
O. Haslöff. Båtar fra Bohuslän, Göteborg 1943
Kai Lund, Vinden er vor I, Copenhagen 1978
Chr. Nielsen, Danske Bådtyper, København, 1984
H.Rasmussen, Hundert Jahre dänische Fischerei, Esbjerg 1968
G. Timmermann, die europäischen Seefischereifahrzeuge, Stuttgart 1962
A. Zacke, Almoge Båtar, Stockholm 1973

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