ZUVERSICHT

VG

Schiffsname ZUVERSICHT
Ex-Namen Cleo, Erni, Wørna, Karl Johann, Ellida, Sydfyn, Ellida, Else
Nationalität D
Heimathafen Kiel
Typ Jagtschoner
Rigg Gaffelschoner
Baujahr 1905
Bauwerft Fløjtrup&Schmidt
Bauort Nyborg
Länge (London) 24,84 m
Länge (Meßbrief) 22,0 m
Länge über alles 30 m
Breite 5,74 m
Tiefgang 1,9 m
Segelfläche 274/320 m²
Motor Segel
Leistung  
Museumshafen Kiel

Über das Schiff

Die Historie

ZUVERSICHT
1905 als ELSE bei Fløytrup & Schmidt in Nyborg/Fyn für N.P. Nielsen, Nyborg mit Schonertakelung erbaut und zu 52 BRT vermessen. Rufzeichen NPFG, Schiffsführer L.P. Jenssen, Nyborg
1914 an A.Kold, Lohals verkauft und in ELLIDA umbenannt. 1915 bis 1943 unter gleichem Namen und mit gleichem Eigner in der Schiffsliste
Am 19. März 1915, von Hombæk ausgehend mit Holz nach Randers bestimmt. Wegen flauen Wetters von Motorboot geschleppt, dabei auf Grund gelaufen. Bei sinkendem Wasserstand und aufkommendem Starkwind leck geschlagen. Besatzung gerettet. Am 31. März durch Svitzer abgeborgen.
1922 Einbau eines Motors von 36 indizierten PS. (Nach den damaligen Standards handelte es sich aller Wahrscheinlichkeit nach um einen ein- oder zweizylindrigen Glühkopfmotor.)
1934 Änderung des Rufzeichens in OURK
1938 Motor jetzt mit 52 PS
1943 Eigner nunmehr L.V.Kold, Lohals
1946 Als SYDFYN vorübergehend von der Reederei A.E.Sørensen, Svendborg beeignet 1948 Namensänderung in ELLIDA, neuer Eigner : J.O. Lassen, Hadsund
1949 Verkauft an J.V.Rysz, Hadsund, umbenannt in KARL JOHAN, ab jetzt als Galeas klassifiziert, somit also vom Schoner zum Anderthalbmaster niedergeriggt
1949 verkauft an A.E.R. Hansen, Mariager, Name nunmehr WORNA 1960 verkauft an N.H.Jensen, Hadsund, Umbenennung in ERNI
1965 verkauft an G. Jensen, Veilby, umbenannt in CLEO, Heimathafen Grenaa., ab 1967 mit dem Vermerk „eingerichtet für mehr als 12 Passagiere. Diese Kennzeichnung findet sich in den Listen bis 1980 und ist in Verbindung mit der Nutzung als „Lystfiskerskib, zu deutsch Angelkutter, zu sehen
1967 verkauft an Schiffshändler F.F. Larsen, Helsingør, Heimathafen Hornbaek, ab 1969 Helsingør
1972 im Rahmen einer Zwansgauktion erworben von P.Rasmussen, Smedeby bei Krusä, Heimathafen Egernsund. Für 100 000 Kronen in Gilleleje repariert, als Angelfahrzeug auf der Flensburger Förde genutzt
Im November 1974 an I/S Skjold, Lyngby vekauft. 1975 Neue Motorisierung mit 160 PS. 1976 Umzug der Eigner nach Nærum, neuer Heimathafen Vedbæk

In der 1980er Jahren nach Deutschland verkauft. Zuvor Hauptreparatur mit Beseitigung des Kielsprungs und erneuter Takelung als Schoner durch Michael Kiersgaard, Troense. Die Arbeiten am Rumpf fanden auf dem Slip in Rudkøbing/Langeland statt.

Anm.: Für eine Nutzung als Steinfischer gibt es bis 1980 somit keinen Anhalt.
Quellen:
Danmarks Skibsliste, Jahrgänge 1906-1980
Dansk Søulykkestatistik 1915, S. 30 f.
Ole Modensen, Lohals Safari Fra skipperby til feriested, Langelands Museum, 2009, S.212

Verein-Jugendsegeln:
Sie ist einer jener legendären Marstal – Schoner, die damals zu Hunderten im Frachtverkehr unter Segeln zwischen den europäischen Küsten und auch nach Übersee fuhren. Robust und dauerhaft mussten diese Schiffe sein, seetüchtig und mit einer kleinen Mannschaft leicht zu segeln. Erst spät bekam sie auch einen Maschinenantrieb.
Am Ende wurde das Schiff mit reduziertem Rigg als Steinfischerfahrzeug verwendet und holte Material für den Straßenbau vom Grund der Ostsee. Für viele Schiffe ist dies der letzte Dienst, bevor sie endgültig auf der Abwrackwerft landen.
Wie auch die Carola wurde das Schiff in den 8oer Jahren von Schiffsenthusiasten entdeckt, mit großem Aufwand restauriert und zu einem Jugendschiff umgebaut. Eine große Messe mit Kojen rundherum und kleinere Räume mit weiteren Kojen wurden in den früheren Laderaum eingebaut, dazu eine Kombüse und die nötigen Sanitärräume. Eine Maschine und zwei Dieselgeneratoren wurden installiert, die damaligen Sicherheitsbestimmungen des Germanischen Lloyd und der Seeberufsgenossenschaff wurden erfüllt. Über 10 Jahre fuhr die Zuversicht für das Christliche Jugenddorfwerk Deutschland, später noch jahrelang im Verbund mit privaten Eignern.
Im Herbst 2000 hat der Verein Jugendsegeln e.V. das Schiff übernommen und grundüberholt. Nun segelt die Zuversicht mit Jugendgruppen in der Nord- und Ostsee.
Quelle Verein-Jugendsegel e.V.
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